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Das Heidelberger Anglistische Seminar ist nicht nur als – allein schon von der Zahl der Studierenden – 'zweitgrößtes' philologisches Fach der Heidelberger Universität aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Regelmäßige Chor- und Theateraufführungen, das ein oder andere Musical und zahlreiche Ausstellungen sowie Gastvorträge sorgen dafür, daß das Anglistische Seminar auch Nicht-Anglisten zu einem Begriff geworden ist. Leider aber findet philologische Forschung – von wenigen Ausnahmen wie etwa Graduiertenkollegs abgesehen – im stillen Kämmerlein statt, und auch die vielen über die Wissenschaft im engeren Sinne hinausgehenden Tätigkeiten engagierter Seminarmitglieder erlangen nicht immer die öffentliche Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Auf die Erträge der Forschung 'ihrer' Dozenten stoßen Studierende allenfalls per Zufall, und die Vielfalt der wissenschaftlichen und kulturellen Aktivitäten dieses Seminars ist ebenfalls nur wenigen Eingeweihten bewußt. Durch die Internetseite HAI: Heidelberger Anglistische Informationen möchten wir diesem Informationsdefizit entgegenwirken und das facettenreiche wissenschaftliche und kulturelle Engagement an unserem Seminar einer größeren Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen. Damit möchten wir an die lange und große Tradition des Anglistischen Seminars der Universität Heidelberg anzuknüpfen versuchen und gleichzeitig eine neue Tradition begründen, indem wir das seit jeher rege wissenschaftliche und kulturelle Leben am Heidelberger Anglistischen Seminar dokumentieren und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen. Ziel unserer Bemühungen ist es, allen Interessierten zu ermöglichen, sich rasch einen Überblick über die wissenschaftlichen Publikationen, über laufende Dissertations- und Habilitationsprojekte sowie über weitere wissenschaftliche und kulturelle Aktivitäten unseres Seminars zu verschaffen. Dies soll nicht nur die gesunde Neugier von Studierenden befriedigen, die gerne wissen wollen, womit sich die Seminarmitglieder – die Ihnen meist nur als Lehrende und Ratgebende entgegentreten – im Moment näher befassen; es soll auch den Dialog innerhalb des Faches, zwischen Lehrenden, Studierenden und wissenschaftlichem Nachwuchs fördern: Denn nur wer weiß, worüber andere arbeiten und forschen, kann das Gespräch suchen und den wissenschaftlichen Austausch pflegen. Besonders Studierenden, die mit der Suche nach einem Thema oder einen Betreuer für Ihre Abschlußarbeit oder Dissertation oft wertvolle Zeit vergeuden, möchten wir durch diese Darstellung der Vielfalt unserer Forschungsinteressen Anregungen sowie Denk- und Gesprächsanstöße geben. Diese kleine Dokumentation unserer Aktivitäten soll aber nicht nur (angehenden) Fachleuten, sondern auch einer breiteren Öffentlichkeit zeigen, daß das Heidelberger Anglistische Seminar viele Themen und Fragestellungen von allgemeinem Interesse behandelt und daß einige ihrer Erkenntnisse durchaus die Belange aller betreffen. Eine gedruckte Version dieser Informationen ist als das erste Heft unserer informellen, demnächst jährlich erscheinenden Publikationsreihe HAI am Anglistischen Seminar ('im Glaskasten') erhältlich. Die erste Ausgabe erscheint nicht von ungefähr zu einem Zeitpunkt, zu dem die vielen Vakanzen, die die Arbeit am Anglistischen Seminar jahrelang nicht unerheblich erschwert haben, aufgrund der tatkräftigen Unterstützung der Universitätsleitung wieder weitgehend gefüllt sind. Ihr und den vielen Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer, die in zahllosen Kommissionssitzungen tätig waren und zudem allgemeine Aufgaben übernommen haben, deren Erfüllung die dünne Personaldecke des Anglistischen Seminars schlicht nicht zuließ, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt. Großer Dank gebührt auch allen Kollegen und Kolleginnen des Heidelberger Anglistischen Seminars, deren Kooperationsbereitschaft und zuverlässige Hilfe das Zustandekommen dieser Internetseite ermöglicht haben, ganz besonders Andrea Lutz, Simone Roggendorf, Annegret Stegmann und Jens Zwernemann, die den Löwenanteil der redaktionellen Arbeiten mit der Ihnen eigenen Sorgfalt und Präzision erledigt haben, sowie Christina Huber, die unerläßliche Hilfe dabei geleistet hat, diese Informationen fachgerecht ins Netz zu stellen. Es bleibt zu hoffen, daß diesem Ergebnis einer guten Zusammenarbeit unter den Mitgliedern des Anglistischen Seminars die positive Stimmung und das Engagement, von dem unsere Bemühung ein Zeugnis ablegen soll, zumindest teilweise anzumerken ist. Für Anregungen jedweder Art, die zu einer Verbesserung der nächsten Ausgabe führen könnten, ist die Geschäftsführung aber selbstverständlich nichtsdestotrotz sehr dankbar: eine kurze Email (vera.nuenning@urz.uni-heidelberg.de) genügt! Heidelberg, im März 2003 Vera Nünning
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